Verstehen · entdecken · verändern
Methoden, die neue Perspektiven öffnen
Je nach Anliegen arbeite ich mit unterschiedlichen systemischen Methoden. Sie können dabei helfen, Zusammenhänge besser zu verstehen, vorhandene Ressourcen wiederzuentdecken und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Welche Methode passend ist, entscheiden wir gemeinsam und orientiert an Ihrem persönlichen Anliegen. Sie bestimmen jederzeit selbst, worauf Sie sich einlassen möchten.
01
Zusammenhänge verstehen und einordnen
Anamnese und Orientierung
Genogramm – die eigene Geschichte im Zusammenhang verstehen
Das Genogramm bildet in meiner Arbeit einen wichtigen Teil der Anamnese. Ähnlich wie ein erweiterter Familienstammbaum macht es sichtbar, in welchen familiären und sozialen Zusammenhängen ein Mensch lebt und welche Erfahrungen ihn geprägt haben.
Gemeinsam betrachten wir wichtige Bezugspersonen, Beziehungen, Lebensereignisse und Übergänge – zum Beispiel Trennungen, Verluste, Umzüge, Erkrankungen oder besondere Belastungszeiten. Ebenso finden stärkende Erfahrungen, Fähigkeiten, unterstützende Beziehungen und über Generationen weitergegebene Ressourcen ihren Platz.
Dabei geht es nicht darum, vorschnelle Erklärungen zu finden oder die eigene Familie zu bewerten. Das Genogramm hilft vielmehr, die persönliche Lebensgeschichte behutsam einzuordnen, wiederkehrende Muster und Rollen besser zu verstehen und Zusammenhänge zu erkennen, die für das aktuelle Anliegen bedeutsam sein könnten.
So entsteht zu Beginn der Beratung ein gemeinsames Bild Ihrer bisherigen Erfahrungen und Lebensbedingungen. Dieses dient als Orientierung für den weiteren Beratungsprozess. Sie selbst entscheiden dabei, was Sie erzählen und wie ausführlich einzelne Themen betrachtet werden.
Perspektiven erweitern
Systemische Fragetechniken – neue Blickwinkel entdecken
Systemische Fragen laden dazu ein, eine Situation aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Sie richten den Blick nicht nur auf das Problem, sondern auch auf Zusammenhänge, Beziehungen, bisherige Lösungsversuche und vorhandene Möglichkeiten.
Durch Fragen nach Unterschieden, Ausnahmen oder möglichen Veränderungen können neue Gedanken entstehen. Manchmal wird dadurch sichtbar, was bereits hilfreich ist, was sich im Laufe der Zeit verändert hat oder welchen Einfluss verschiedene Beteiligte auf eine Situation haben.
Dabei geht es nicht darum, schnelle Antworten zu finden. Die Fragen unterstützen Sie vielmehr dabei, eigene Sichtweisen zu erweitern, Zusammenhänge besser zu verstehen und stimmige nächste Schritte zu entwickeln. Sie selbst bestimmen, welche Fragen für Sie hilfreich sind und worauf Sie näher eingehen möchten.
02
Eigene Kräfte und innere Prozesse wahrnehmen
An Vorhandenes anknüpfen
Ressourcenarbeit – entdecken, was trägt
In der Ressourcenarbeit richten wir den Blick auf Fähigkeiten, hilfreiche Erfahrungen, unterstützende Beziehungen und das, was Ihnen bereits gelungen ist. Auch kleine Ausnahmen vom Problem können Hinweise darauf geben, was Kraft schenkt und Veränderung möglich macht.
Ressourcen müssen nicht immer sofort spürbar oder bewusst sein. Gemeinsam können wir sie behutsam wiederentdecken, benennen und so stärken, dass sie im Alltag leichter zugänglich werden.
Dabei geht es nicht darum, Schwierigkeiten kleinzureden. Belastungen und vorhandene Kräfte dürfen gleichzeitig gesehen werden. So kann Schritt für Schritt mehr Handlungsspielraum entstehen.
IFS-orientiertes Arbeiten
Innere Anteile – sich selbst mit mehr Verständnis begegnen
Manchmal erleben wir unterschiedliche innere Stimmen, Gefühle oder Bedürfnisse, die nicht leicht miteinander vereinbar scheinen. Ein Anteil möchte vielleicht etwas verändern, während ein anderer Sicherheit sucht oder vor möglichen Folgen warnt.
Die IFS-orientierte Arbeit lädt dazu ein, diesen inneren Seiten aufmerksam und wertschätzend zu begegnen. Statt einzelne Anteile bekämpfen oder wegdrängen zu müssen, kann verständlicher werden, wovor sie schützen und was sie brauchen.
So kann mehr innere Klarheit entstehen und ein freundlicherer Umgang mit sich selbst möglich werden. Sie bestimmen jederzeit selbst, wie weit Sie sich auf diese Form der Arbeit einlassen möchten.
03
Beziehungen und Situationen sichtbar machen
Ein inneres Bild nach außen bringen
Aufstellungsarbeit – Zusammenhänge im Raum betrachten
Mit Figuren, Symbolen, Bodenankern oder anderen Gegenständen können Beziehungen, innere Anteile oder wichtige Aspekte einer Situation räumlich dargestellt werden. Dadurch wird ein inneres Bild von außen sichtbar und kann aus verschiedenen Positionen betrachtet werden.
Abstände, Blickrichtungen und Zuordnungen geben häufig neue Hinweise darauf, wie eine Situation erlebt wird. Behutsame Veränderungen in der Darstellung können dazu einladen, andere Perspektiven oder mögliche nächste Schritte zu erproben.
Eine Aufstellung ist keine fertige Deutung. Entscheidend ist, was Sie selbst dabei wahrnehmen und welche Bedeutung sich für Sie daraus ergibt.
Erleben mit einbeziehen
Skulpturarbeit – Beziehungen spürbar darstellen
In der Skulpturarbeit werden Beziehungen oder innere Zustände durch Körperhaltungen, Blickrichtungen, Nähe und Distanz dargestellt. Eine Situation wird dadurch nicht nur besprochen, sondern kann auf eine andere Weise wahrgenommen und erlebt werden.
Die Darstellung kann zeigen, wie sich eine bestehende Situation anfühlt und welche Wünsche nach Veränderung darin enthalten sind. Manchmal entsteht daraus ein neues Bild davon, was entlasten oder mehr Verbindung ermöglichen könnte.
Auch hier gilt: Sie entscheiden, welche Form für Sie stimmig ist. Die Arbeit kann angepasst, vereinfacht oder jederzeit unterbrochen werden.
Nicht jede Methode passt zu jedem Menschen oder zu jedem Anliegen. Die Methoden sind Einladungen und Unterstützung – kein festes Programm.
Im Beratungsprozess schauen wir gemeinsam, was für Sie hilfreich und stimmig ist.
Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.
Eine kurze E-Mail genügt. Ich rufe Sie anschließend persönlich zurück.